MichaelMazohl

Pure Rolling Shutter Stills

2011. Experimentalfotografie.



Die Pure Rolling Shutter Stills entstehen aus Interferenzen zwischen dem Rolling Shutter eines Sensors einer Spiegelreflexkamera und dem Zeilenaufbau des Röhrenbildschirms. Rolling Shutter bedeutet die vertikale Abtastung des Bildes durch den Sensor, die zeitlich Verzögerung ist im Bild sichtbar. Ähnlich baut der Röhrenbildschirm sein Bild auf: in der Kombination entstehen überlagerungen, Mischungen.

Materialität der Leuchtschicht des Röhrenbildschirms wird in unterschiedliche Moire-Rastern sichtbar. Pixel verschwimmen wieder in der Kompression der Bilder und erschaffen so eine digitale Materialität.

Pure Rolling Shutter

2011. Videoinstallation.




Pure Rolling Shutter ist eine Videoinstallation, die Wechselwirkungen zwischen Wänden, Farben, Monitoren schafft.

Zwischen Monitoren und Wänden entstehen Farbräume, die betreten werden können. Das 2-dimensionale Bild des Monitors wird in den 3-dimensionalen Raum übertragen. Der Raum wird gleichzeitig durch die Wände komprimiert, um nahe an die Monitore zu treten.

R, G, B und S, W entsprechen den Leuchtschichten des Fernsehers - und bewirken unterschiedliche emotionale Eindrücke.

Die Wechselwirkung einsteht durch die Komposition der Bilder: gerade, ruhige Bilder erschaffen Farbräume, schräge, flackernde Bilder lenken die Aufmerksamkeit zurück auf die Monitore. Es wird quasi zwischen zwei Programmen umgeschaltet - gezappt.

Der Prozess der Rolling Shutter Videos ist das Ergebnis meiner eigenen Forschung im Studium: Arbeiten mit Fehlern bzw. Unzulänglichkeiten digitaler Medien auf der Suche nach einer "digitalen Materialität".

Die Bilder entstehen aus Interferenzen zwischen dem Rolling Shutter eines Sensors einer Spiegelreflexkamera und dem Zeilenaufbau des Röhrenbildschirms. Rolling Shutter bedeutet die vertikale Abtastung des Bildes durch den Sensor, die zeitlich Verzögerung ist im Bild sichtbar. ähnlich baut der Röhrenbildschirm sein Bild auf: in der Kombination entstehen Überlagerungen, Mischungen. Diese Artefakte werden herausgefiltert und zu Videos zusammengesetzt.

Die Materialität der Leuchtschicht des Röhrenbildschirms kehrt auf den Flatscreen zurück, der den Röhrenbildschirm nach und nach ersetzt. Unterschiedliche Moire-Raster werden sichtbar. Pixel verschwimmen wieder in der Kompression der Videos und erschaffen so eine digitale Materialität.

Diese Bilder verwende ich als kompositorisches Vokabular für die Gestaltung der farbigen Räume.

Uglejvik: 300 Megawatt

2011. Fotoserie.



Das Kraftwerk Ugljevik liefert mit 300 MW fast ein Viertel des Energiebedarfs von Bosnien und Herzegowina. Auch wenn es danach aussieht, es ist kein Atomkraftwerk - doch die unmittelbaren Auswirkungen für die Umwelt könnten kaum dramatischer sein: Seit vor ca. 12 Jahre die Filteranlage defekt wurde, produziert das Kraftwerk munter weiter Strom... und bläst die Kohle von ca. 500 der abgebildeten So-gross-wie-ein-Haus-LKWs pro Tag ungefiltert in die Luft.

Der Aufschwung

2011. Experimentalvideo. Studien zu Industrie und Logistik.

Public Viewing

2010. Fotoserie. Public Viewing in Wien rund im FIFA WM 2010.

Family Noise

2010. Fotoserie, 12 Fotografien. Eine Famile fängt zu streiten an. Fotografiert mit ISO 25.600.

Reich und schön in der Krise

2010. Machinima, 3:24 Minuten. In Zusammenarbeit mit Nick Wormus und Markus Zahradnik (audiospam).

Rolling Shutter Portraits

2009. Fotografie von Einzelframes auf Röhrenbildschirmen synchron mit dem Rolling Shutter des CMOS-Sensors.

"Melissa" "Jasmin" "Florian"

HDR Portraits

2010. Serienaufnahmen von Portraits werden mittels HDR-Software zusammengefügt.

HDR Portrait #1 HDR Portrait #2 HDR Portrait #2 HDR Portrait #4 HDR Portrait #5

ISO 25.600 Portraits

2010. Suche nach der Materialität digitaler Bilder durch Forcierung hoher ISO-Werte.

ISO 25.600 #1 ISO 25.600 #3 ISO 25.600 #2

ISO 25.600 #4 ISO 25.600 #5

Ehre dem Fotografen

Kurzfilm, 2009, 7:46 Minuten. Der Fotograf Karl Kraft wird in verkehrten Einstellungen selbst zum Motiv.

"To cahtch a Thief" Tx Laps

Kurzfilm, 2008, 1:23 Minuten. Ein mittels Slitscan synchron zur Tonspur generierter Found-Footage Kurzfilm aus
Alfred Hitchcocks "To cath a Thief".

Mag.art Michael Mazohl - Vitae


Geboren 1979 in Baden bei Wien.
Lebt und arbeitet als Grafikdesigner in Wien.

Diplomstudium Digitale Kunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien, Diplom 2011 mit der Arbeit Pure Rolling Shutter.

Diverse Austellungsbeteiligungen in Rahmen des Studiums.