Die scheiß 80er-Jahre
Wie uns das verklärte Jahrzehnt bis heute politisch prägt
von Michael Mazohl
Die 80er-Jahre sind weit mehr als nur das Jahrzehnt der schrillen Mode und Pop-Bands – sie waren der Höhepunkt politischer Umbrüche in Österreich. Ab Ende der Kreisky-Ära bewegte sich die SPÖ stolpernd von einem Skandal in den nächsten, vom AKH bis zur verstaatlichten Industrie, die ÖVP machte Kurt Waldheim zum Bundespräsidenten und Österreich erlebte mit Johanna Dohnal die erste Staatssekretärin für allgemeine
Frauenfragen.
Mit Blick auf das heutige politische Klima liefert der Autor eine eingehende Analyse dieser turbulenten Jahre, die von Freunderlwirtschaft, Korruption und ideologischen Machtkämpfen geprägt waren: vom Aufstieg und Fall bedeutender politischer Akteur:innen zu den Siegeszügen des Neoliberalismus, Hand in Hand mit dem Rechtspopulismus Jörg Haiders, sowie zum Rückbau des Sozialstaats.
Mit historischen Fakten und journalistischer Schärfe schafft Michael Mazohl Klarheit über die politischen Strömungen und Entscheidungen, die unsere Gegenwart heute noch mitbestimmen.
Mazohl führt die Kontinuitäten eindrucksvoll vor Augen. Vor allem den Vertrauensverlust in die Politik, der im Zuge all der Skandale stark anstieg und bis heute fortlebt.
Mit bösem Schmäh und gebotener Schärfe zerlegt Mazohl die hiesigen 80er in ihre ungustiösen Einzelteile.
Im Wesentlichen ist Mazohls Buch eine Skandalgeschichte der Zweiten Republik Österreichs aufgrund profunder Recherchen und zugleich eine Demontage des sozialen Nimbus der SPÖ und deren politischen Prinzipals Bruno Kreisky.
Die 1980er-Jahre: Dirty Dancing und Flashdance. War da noch was? Journalist, Podcaster und Autor Michael Mazohl klärt auf: Das Jahrzehnt war Höhepunkt politischer Umbrüche in Österreich.
Bibliografische Daten
Hardcover kaschiert, gebunden
200 Seiten, Format 13,5 x 21,5
1 Auflage, Kremayr & Scheriau 2025
25,00 € inkl. MwSt.
ISBN: 978-3-218-01460-1
Erscheinungstermin
April 2025
E-Book
ISBN: 978-3-218-01461-8
Klassenkampf von oben
Angriffspunkte, Hintergründe und rhetorische Tricks
von Natascha Strobl und Michael Mazohl
Klassenkampf findet statt. Während der Klassenkampf von unten mit Streiks und lauten Protestformen ausgetragen wird, findet der Klassenkampf von oben leise im Verborgenen statt. Den Klassenkampf von oben führen die wirtschaftlich Mächtigen, die aufgrund ihrer Vermögen und Einflussbereiche dazu in der Lage sind, gesellschaftliche Entwicklungen zu ihren Gunsten zu ändern – gegen die Interessen und auf Kosten der Vielen.
Anhand der Themen Arbeitszeit, Arbeitslosigkeit, Armut, Bildung, Einkommen, Gesundheit, Klima, Wohnen, Pensionen und Reichtum zeigt das Buch auf, an welchen Angriffspunkten sich die Verteilungskämpfe zwischen oben und unten entscheiden. In der aktuellen zweiten Auflage wurde das Buch um das Thema Digitalisierung erweitert.
Das Autor:innenteam stellt wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitischen Zielen, Zusammenhängen und Hintergründen des Klassenkampfs die rhetorischen Tricks und kommunikativen Strategien von oben gegenüber.
Neu in erweiterter Auflage!
Die Autor:innen Natascha Strobl und Michael Mazohl analysieren die Verteilungskämpfe in diesen Bereichen und erörtern, welche Folgen diese derzeit auf Frauen, Kinder ohne Akademikereltern oder Beschäftigte im Pflegebereich haben.
Mit viel Empirie, Kontextualisierung und Diskursanalysen gelingt den Autor:innen die Bewertung wichtiger Trends der letzten Jahre und z. T. auch Jahrzehnte.
Bibliografische Daten
Softcover, gebunden
294 Seiten, Format 170 x 240
2. Auflage, ÖGB-Verlag 2024
29,90 € inkl. MwSt.
ISBN: 978-3-99046-671-1
Erscheinungstermin
November 2024