Über mich

Nein, so eine Karriere plant man nicht. Es hat mich immer dorthin gezogen, wo meine Neugier am größten war – zuerst in die digitale Gestaltung, dann in Kampagnen, später in Redaktionen und schließlich zu Büchern und Podcasts.

Ende der 1990er-Jahre habe ich eine New-Media-Agentur mitaufgebaut und gelernt, Botschaften technisch, visuell und strategisch zusammenzudenken. Wir waren jung und brauchten das Geld, und große Kunden haben es uns Junghupfern gegeben. Diese Schule des Machens hat mich zum ÖGB-Verlag geführt. Das klingt total langweilig. Der Verlag hat sich aber in den 18 Jahren, in denen ich dort gearbeitet habe, vom Papiertiger zu einem Medienhaus mit innovativen Digital- und IT-Projekten entwickelt. Ich freue mich, dass ich zu dieser Entwicklung meinen Beitrag leisten konnte.

Parallel habe ich als freier Fotograf und Autor für Wochen- und Monatsmagazine gearbeitet. Porträts aus Politik, Kunst und Kultur waren meine Spezialität. Später durfte ich das Magazin „Arbeit & Wirtschaft“ (herausgegeben von ÖGB und Arbeiterkammer) als Chefredakteur neu aufstellen: Print, Online und Social zusammenführen, neue Formate aufbauen, Video und Podcasts integrieren – kurz: Inhalte verdichten, kanalgerecht zuspitzen und kontinuierlich liefern.

Aus meiner redaktionellen Arbeit sind auch meine Bücher entstanden: „Klassenkampf von oben“ über die Strategien ungleicher Verteilung und „Die scheiß 80er-Jahre“ über das verklärte Jahrzehnt, das die Politik bis heute prägt. Und ja: Ich habe einen eigenen Podcast, „Hinter der Fassade – Rechtspopulismus und Neoliberalismus demaskiert“. Ich liebe das Format, komme aber viel zu selten dazu, neue Folgen zu produzieren.

Eine Basis für das alles ist in meinem Studium der Digitalen Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien gelegt worden. Dort habe ich, geprägt von Lehrenden wie Ruth Schnell und Virgil Widrich, das Reduzieren gelernt: eine Idee so lange schärfen, bis sie sichtbar, verständlich und wirksam wird. Dieser Mix aus künstlerischer Konzeption, politischem Handwerk und publizistischer Praxis ist bis heute mein Werkzeugkasten.

Kontakt

Mag. Michael Mazohl
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