Die Benya-Formel verbindet Produktivität und Inflation als Orientierung für Lohnabschlüsse. Helene Schuberth, Sepp Zuckerstätter und Michael Mazohl diskutieren ihre Geschichte, ihre Bedeutung für Verteilung und Preisstabilität und die Interessen hinter der Kritik an der Formel.
In bester Gesellschaft #19 anhören
Wie die Benya-Formel Lohnverhandlungen prägt
Produktivität plus Inflation – das war über Jahrzehnte der Maßstab für faire Lohnabschlüsse in Österreich. Die sogenannte Benya-Formel galt international als Vorbild für sozialpartnerschaftliche Lohnpolitik. Doch heute wird sie zunehmend infrage gestellt – von Industrievertreter:innen ebenso wie von neoliberalen Thinktanks.
Was steckt hinter dieser Formel? Welche Rolle spielt sie für Preisstabilität, Wettbewerbsfähigkeit und Verteilungsgerechtigkeit? Warum hat gerade die Industrie besonders von ihr profitiert – und will sie nun oft loswerden?
Darüber spricht Host Michael Mazohl in dieser Folge von „In bester Gesellschaft – der Wissenschaftsdialog für die Vielen“ mit Helene Schuberth, Chefökonomin des ÖGB, und Sepp Zuckerstätter von der Arbeiterkammer Wien.
Ein Gespräch über Löhne, Inflation, Machtfragen – und darüber, warum gerechte Lohnpolitik klug und vorausschauend sein muss.