Herbert Kickl in der ZiB2 ist Anlass für eine genaue Analyse seiner politischen Kommunikation. Alexander Ackerl und Michael Mazohl gehen in „Debattenlage“ durch das Interview und untersuchen Themenwechsel, Opferinszenierung, Regierungsangriffe und den Umgang mit Widersprüchen.
Debattenlage #03 anhören
Kickls Interview: Themenwechsel, Opferinszenierung und Kulturkampf
Eine Überdosis Regierungsbashing, Opferinszenierung und diffuse Milliardenbehauptungen
Herbert Kickl war 783 Tage nicht in der ZiB 2, und, Hand aufs Herz, genauso lang fühlt es sich an, sein Interview durchzuhören. Alexander Ackerl (Sozialdemokrat und Gemeinderat in Wien) und Michael Mazohl (Autor, Podcaster und Politikberater) haben das gemacht, damit ihr es nicht müsst: Passage für Passage zerlegen sie Kickls Interview, das in Summe weniger einem Interview, als vielmehr einem langen Monolog mit kurzen Unterbrechungen entspricht.
Kickls TV-Auftritt zeigt seine politische Methode: Schuld sind immer die anderen, an die Stelle von Lösungen tritt ein Kulturkampf gegen „Expert:innen“ und das ständige Spiel mit dem Gegensatz von „Bevölkerung“ gegen „Systemparteien“.
Eine Episode darüber, wie Herbert Kickl Themen setzt, Fragen umlenkt und Widersprüche unsichtbar macht, und darüber, was übrig bleibt, wenn man seine Schlagwortlawinen nicht einfach durchrauschen lässt.
Diese Folge erschien ursprünglich als „Sprechstunde #03: Kickl in der ZiB2“. Der Podcast heißt heute „Debattenlage“ und wird von Alexander Ackerl und Michael Mazohl moderiert.