Der Fehlzeitenreport Österreich liefert Daten zu Krankenständen und gesundheitlichen Belastungen in der Arbeitswelt. Michael Mazohl spricht mit Christine Mayrhuber und Wolfgang Panhölzl über Unterschiede zwischen Beschäftigtengruppen und darüber, wie Betriebe und Sozialstaat gesunde Erwerbsarbeit unterstützen können.
In bester Gesellschaft #36 anhören
Krankenstände, Arbeitsbedingungen und gesunde Erwerbsarbeit
14,7 Krankenstandstage im Jahresdurchschnitt. Diese Zahl kann je nach politischer Absicht ganz unterschiedlich gelesen werden: als Beleg für steigende Belastungen oder als Kostenfaktor für Unternehmen.
Wie haben sich die Fehlzeiten in Österreich langfristig verändert? Welche Erkrankungen prägen das Geschehen? Warum sind Arbeiter:innen weiterhin deutlich länger im Krankenstand als Angestellte? Weshalb haben Frauen inzwischen mehr Krankenstandstage als Männer? Und was bedeutet eine alternde Erwerbsbevölkerung für Betriebe, Sozialversicherung und Pensionssystem?
Der Fehlzeitenreport stellt dafür eine umfassende Datengrundlage bereit. Die politische Frage beginnt allerdings dort, wo die Statistik endet: Was müssen Unternehmen, Gesundheitssystem und Sozialstaat tun, damit Beschäftigte gesund bleiben, nach Erkrankungen an den Arbeitsplatz zurückkehren können und nicht zwischen Arztpraxis, Krankenkasse, Betrieb und Arbeitsmarktservice verloren gehen?
Darüber und mehr spricht Host Michael Mazohl mit Christine Mayrhuber, der stellvertretenden Direktorin des WIFO und Vorsitzenden der Alterssicherungskommission, sowie mit Wolfgang Panhölzl, dem Leiter der Abteilung Sozialversicherung der Arbeiterkammer Wien.